
Die folgenden Informationen können keinen Reiseführer ersetzen und sollen lediglich Vorabinformationen sein. Es gibt verschiedene, brauchbare Reiseführer auf dem Markt. Besonders emfehlenswert ist das Philippinen Reisehandbuch von Jens Peters.
Die Philippinen liegen östlich von Vietnam
und südlich von Taiwan. Im Osten sind sie von der Philippinensee, im
Süden von der Celebessee und im Westen vom Südchinesischen Meer
umgeben. Die Philippinen setzen sich aus 7.101 Inseln zusammen und sind mit
ca. 300.000 km² etwas kleiner als Deutschland. Die größten
10 Inseln sind Luzon (104,683 km², Mindanao (94,956 km²), Palawan
(14,896 km²), Panay (12,327 km²), Mindoro (10,245 km²), Samar
9,949 km²), Negros (9,225 km²), Leyte (6,268 km²), Cebu (5,088
km²), Bohol (4,117 km²) und Masbate (4,047 km²).
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und Gipfel eines weitgehend unterhalb
des Meeresspiegels liegenden Gebirges. Die Gebirgsketten der Philippinen ziehen
sich von Norden nach Süden parallel zur Küste. An vielen Stellen
berühren die Gebirgszüge die Küstenbereiche. Auf den Inseln
befinden sich etwa 20 aktive Vulkane und es kommt hier häuhiger zu Erdbeben
und natürlich öfters zu Vulkanausbrüchen. Einer der aktivsten
Vulkane ist der Mayon auf Luzon in der Nähe der Stadt Legaspi. Der Pinatubo,
ein Vulkan im Norden Manilas, hatte 600 Jahre geruht und brach Ende Juni 1991
mit katastrophalen Folgen aus.
Die Philippinen liegen in den Tropen und es ist daher ganzjährig warm
mit einer mittleren Temperatur von 27 °C. Die höheren Lagen der Berge
sind kühler. Im größten Teil der Philippinen führt der
Sommermonsun, wenn der Wind aus Südwesten weht, von Mai bis November
zu einer ausgeprägten Regenzeit (Die Pazifikküste Samars und Mindanaos
sind Ausnahmen). Während des Wintermonsuns von Dezember bis April, wenn
der Wind aus Nordosten kommt, herrscht trockenes Klima vor. Von Juni bis Oktober
werden die Philippinen manchmal von Taifunen heimgesucht, die häufig
großen Schaden anrichten.
Es gibt viele ethnische Gruppen und Untergruppen
auf den Philippinen, die meisten Bewohner sind aber überwiegend malaiischer
Abstammung. Viele sind Mestizen, d. h. ihre Vorfahren stammen aus europäisch-asiatischen
Mischehen. Die Ureinwohner sind die Negritos und Aetas. Die Igorot und die
Ifugao, die in der Zentralkordillere im Norden Luzons leben, sind für
ihre jahrhundertealten Reisterrassen in Banaue bekannt.
Mittlerweile haben die Philippinen eine Bevölkerung von mehr als 85.000.000
Menschen, Tendenz immer noch steigend. Das Land hat eine der höchsten
Geburtenraten Asiens, was den Staat vor große Probleme stellt.
Die beiden Amtssprachen sind Englisch und Filipino.
Filipino leitet sich von Tagalog ab, der Sprache, die in Zentral - Luzon und
in der Umgebung Manilas gesprochen wird. Englisch wird von relativ vielen
Menschen verstanden und gesprochen, allerdings ist es mit der so beliebten
Behauptung "die Philippinen seien das drittgrößte, englischsprachige
Land der Welt" tatsächlich nicht so weit her. Englisch ist zwar
die wichtigste Sprache im öffentlichen und im Geschäftsleben sowie
in der Schule, sehr viele Filipinos haben aber eher magere Kenntnisse. In
ländlichen Gegenden findet man sogar Lehrer, die kaum Englisch beherrschen,
obwohl ab Klasse 7 der Unterricht (theoretisch) auf Englisch stattfindet.
Die englische Sprache auf den Philippinen ist stark mit Wörtern und Ausdrücken
aus dem Tagalog durchsetzt, was als "Taglish" bezeichnet wird.
Filipino hat sich in den sechziger und siebziger Jahren als zweite Amtssprache
durchgesetzt.
Insgesamt werden auf den Philippinen mehr als 80 Sprachen gesprochen. In der
Visayan Region spricht man beispielsweise überwiegend visayanische Sprachen,
die Cebuano genannt werden. Während die Verbreitung von Filipino langsam
zunimmt, dient Englisch noch immer als das Kommunikationsmittel zwischen verschiedenen
Sprachgruppen.
Bisher waren die Philippinen das einzige katholische
Land in Asien. Mit der Unabhängigkeit Ost - Timors gibt es nun zwei.
Ungefähr 83 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch und weitere
zehn Prozent gehören unabhängigen philippinischen Kirchen oder anderen
christlichen Glaubensgemeinschaften an. Hierzu gehören unter anderem
die "Seventh Day Adventists", "The Church of the latter day
Saints (Mormonen"), "United church of Christ", "Iglesia
ni Cristo" und die "Bapist Church". Großen Zulauf hat
auch der katholische Ableger "El Shaddai" von Mike Velarde (einem
erfolgreichem Geschäftsmann).
Die muslimischen Bewohner (5 %) leben hauptsächlich auf den südlichen
Inseln, vor allem auf Mindanao und den Sulu Inseln. Im Hochland und auf den
abgelegeneren Inseln sind viele Ureinwohner noch stark von ihren Stammesreligionen
geprägt. Darüber hinaus leben auch einige Buddhisten auf den Philippinen.
Momentan sind die Philippinen praktisch nur
per Flugzeug zu erreichen. Es gibt lediglich eine Schiffsverbindung zwischen
Sandakan in Sabah/Malaysia und Zamboanga (Mindanao).
Es gibt mehrere internationale Flughäfen im Land, die wichtigsten sind
Manila, Cebu und Davao. Nach Cebu fliegen beispielsweise Silk Air (Singapur)
und Malaysia Airlines (Kuala Lumpur, Kota Kinabalu) und Qatar Airways (Doha).
Seit April 2005 gibt es die ersten Verbindungen mit sogenannten "Budget
Airlines". Air Asia fliegt von Kuala Lumpur und Kota Kinabalu aus, Tiger
Airways bietet Flüge von Singapur aus an. Beide Airlines fliegen nach
Clark (Diosdado Macapagal International Airport), ca. 1,5 Stunden nördlich
von Manila. Es verkehren Shuttle Busse von Philtranco
zwischen Flughafen Clark und Metro Manila.
Die philippinische Airline Cebu Pacific fliegt neuerdings die Strecken Bangkok
- Manila, Singapore - Manila, Kuala Lumpur - Manila, Jakarta - Manila, Hongkong
- Manila und Singapore - Cebu.
Von Europa aus wird Manila wird von verschiedenen Airlines angeflogen. Die
günstigsten Angebote haben oft die arabischen Airlines wie Saudi, Kuwait
Air, Gulf Air oder Emirates. Allerdings hat man hierbei immer einen längeren
Aufenthalt im entsprechenden Heimatland der Airline. Ein Zwischenstop ist
immer dabei, beispielwsweise in Bangkok, Kuala Lumpur oder Singapore. Ein
Non - Stop Flug von Europa nach Manila ist derzeit mit KLM (von Amsterdam)
möglich. Für Flüge zwischen Nordamerika und Manila sollte man
die koreanischen Airlines in Betracht ziehen, Micronesia Continental verbindet
einige Pazifikinseln mit den Philippinen. Weitere Informationen zu Flügen
und Airlines gibt es über unsere Airline
- Links.
Viele größere Städte werden
von einer der Domestic - Airlines angeflogen. Informationen hierzu erhalten
Sie auf einer der entsprechenden Websites, deren Links Sie auf der Linkseite
finden.
Zwischen den Inseln verkehrt ein großes Aufkommen an Booten und Schiffen
verschiedenster Größen. Nicht alle hiervon sind sicher, also besonders
kleinere Boote etwas genauer anschauen. Die großen Schiffe der größeren
Reedereien sind in der Regel in Ordnung.
Überland kommt man am besten mit Bussen weiter. Mit ihnen kann man Strecken
wie Manila - Davao an einem Stück zurücklegen. Allerdings sind solche
langen Touren recht anstrengend. Man sollte versuchen, Strecken so auszuwählen,
das man nicht viel länger als 8 Stunden im Bus sitzt. Je nach Straßenzustand
schafft man in dieser Zeit im Mittel 300 - 350 Kilometer. Kürzere Strecken
werden entweder mit Jeepneys (überdimensinale Jeeps mit längs eingebauten
Sitzbänken auf der Ladefläche) oder busähnlichen Gefährten
abgewickelt. Die Preise sind recht niedrig, das Reisen oft langsam und nicht
immer bequem.
In den größeren Städten gibt es Taxis mit oder ohne meter.
Wenn eins vorhanden ist, sollte man auf die Benutzung bestehen. In Manila
sind alle Taxis mit einem meter ausgestattet. In der Regel reicht
es, den Fahrer darauf hinzuweisen, daß er das Gerät einschalten
soll. Weigert er sich, sollte man den Fahrer anhalten lassen und ein anderes
Taxi wählen.
In den meisten Städten gibt es zusätzlich noch Tricycles (Motorräder
mit Beiwagen, die bis zu 6 Fahrgäste oder manchmal auch mehr aufnehmen)
und Pedicabs (Fahrradrikschas). Die Tricycles kosten üblicherweise einen
Pauschalpreis pro Person, normalerweise ist Handeln nicht erforderlich. Allerdings
werden die meisten Fahrer versuchen, mit einem Touristen einen Preis auszuhandeln,
der immer überhöht ist. Der normale Fahrpreis liegt bei kürzeren
Strecken bei 5 Peso pro Person. Preise für Pedicabs werden in der Regel
ausgehandelt.
Im Großen und Ganzen sind die Philippinen
nicht gefäfrlicher als andere Länder in der Region. Ausnahmen sind
zur Zeit Gegenden wie die Sulu Inseln und Teile Mindanaos.
Gewisse Grundregeln sollten beachtet werden. Es ist nie ratsam mit irgendjemand
mitzugehen den/die man in Manila kennengelernt hat. Einen feuchtfröhlichen
Abend mit einer Gruppe Filipinos zu verbringen sollte ebenso gründlich
überdacht werden. In Manila kommt es immer wieder zu Trickbetrügereien,
öfters liest man vom Betäuben gutgläubiger Touristen mit sogenannten
KO Tropfen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man in Manila und anderen
größeren Städten (besonders Cebu und Baguio) keinerlei Einladung
zu irgend etwas annehmen, egal wie vertrauenswürdig die Person (oft eine
nette, junge Dame) auch sein mag. Die Leute, die die KO Tropfenmasche ausüben
sind recht phantasievoll. Das reicht von Einladungen zu Drinks oder Essen,
Angeboten gemeinsam irgendwohin zu reisen und mehr. Zur weiteren Information:
Die aus Kuala Lumpur, Bangkok und anderen asiatischen Großstädten
bekannte Kartenspielbetrügerei gibt es auch in Manila und Baguio, viele
der Leute die diese Betrügerei in Thailand und Malaysia ausüben
sind tatsächlich Filipinos.
Man sollte auch die Mentalität auf den Philippinen beachten. Die Philippinen
sind ein asiatisches "Latino- Land", die Mentalität der Filipinos
ist der der Südamerikaner näher als der anderer Asiaten.
Wer allerdings mit offenen Augen durch die Gegend reist und kein Risiko eingeht,
wird kein Problem haben.
Für einen Aufenthalt bis zu 21 Tage benötigt
man kein Visum. Wer länger bleiben will, benötigt ein Visum. Hierfür
bezahlt man derzeit 24,-- €. Visaanträge bekommt man bei der Botschft
bzw. beim Konsulat. Soll der Antrag zugesandt werden, sollte ein frankierter
Rückumschlag beigelegt werden. Die Bearbeitung dauert nur wenige Tage.
Im Land kann man das Visum verlängern. Man erhält nochmal 2 Monate,
es geht aber auch weniger, was etwas weniger kostet. Es sind verschiedene
Gebühren zu bezahlen, die aktuellen
Gebühren kann man auf der Internetseite der Einwanderungsbehörde
nachlesen.
Wer mit einem philippinischem Staatsbürger verheiratet ist und zusammen
mit diesem einreist, erhält ein sogenanntes Balikbayan Visum. Das gibt
es direkt am Flughafen bei der Einreise und ist kostenfrei, ebenso müssen
nach längerem Aufenthalt keine Gebühren entrichtet werden. Die Aufenthaltsdauer
beträgt 1 Jahr.
Weitere Infos bei der Botschaft, Adresse weiter unten.
Offiziell heißt die philippinische Währung
Piso, aber fast jeder verwendet die Bezeichnung Peso. Ein Peso ist unterteilt
in 100 Centavos. Aktuelle Kurse findet man auf der Website der Zeitung Philippine
Daily Inquirer (www.inquirer.net)
unter "Business/Dollar
rate" oder bei Oanda.
In Städten wie Manila findet man Geldwechsler, die bessere Kurse bieten
als Banken. Ebenso geht bei ihnen das Wechseln erheblich schneller, besonders
bei Reiseschecks. Viele Banken verlangen hierzu die Vorlage der Kaufquittung.
Auch die großen Shopping Center haben meistens einen Geldwechseldienst.
Plastikkarten in Form von Kreditkarten oder Bankkarten (Maestro, Cirrus) sind
auch gute Möglichkeiten, die Reisekasse aufzufüllen. An vielen Geldautomaten
bekommt man mit der deutschen Bankkarte (mit Maestro Logo) Bargeld.
Angaben zu Botschaften und Konsulaten finden Sie unter Links
Immigration Office
Commission of Immigration and Deportation(CID)
Magellanes Drive, Intramuros
METRO MANILA
Tel. (02) 5273265
http://www.immigration.gov.ph/
Post und Telefon
General Post Office
Liwasang Bonifacio, Intramuros
Department of Tourism
Department of Tourism
T.M. Kalaw Street, Rizal Park, Ermita
1000 METRO MANILA
Tel. (02) 5241703, Fax: (02) 7224673
http://www.wowphilippines.com.ph/
Tourist Police
Tourist Assistance Unit (TAU)
Department of Tourism Building
T.M. Klaw Street, Rizal Park, Ermita
Zur Vergrößerung auf die Karte klicken
Eine Auswahl an Reiseführern und sonstigen Büchern, die sich mit dem Thema Philippinen befassen:
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Philippines Travelbook von Lonely Planet, 10th Edition
May 2009
ISBN: 978-1741047219
Reiseführer,engl.
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Philippinen Reisehandbuch von Jens Peters
ISBN 978-3923821334
Reiseführer, deutsch
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Culture Shock - Philippines
ISBN: 1558680896
Infomatives Buch zur Vorbereitung auf eine fremde Kultur
Tagalog Sprachführer aus der Kauderwelsch Reihe
ISBN: 3-89416-019-5
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'Reisen in den Philippinen'
Reisebeschreibung aus dem Jahr 1873 von Fedor Jagor, gekürzte Ausgabe,
unbedingt empfehlenswert.
ISBN 3-9800154-8-3